3300 Preinsbacher Straße 21
Erste Errichtung:
Raimund Jeblinger
1899–1931
Wiederherstellung nach Kriegsschäden:
Josef Friedl
1951–1953

1897 wurde auf Initiative des Druckereibesitzers Adalbert Queiser ein Kirchenbauverein mit dem Ziel gegründet, anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph eine Kirche zu errichten. Mit der Erstellung der Pläne wurde der Linzer Architekt Raimund Jeblinger beauftragt. Der Architekt war insbesondere auf Kirchenneubauten spezialisiert, die er jeweils in Stilen der Vergangenheit konzipierte. (mehr hier) Für die Amstettener Kirche wählte er den neoromanischen Stil. Trotz der knappen finanziellen Mittel plante der Architekt einen monumentalen basilikalen Längsbau mit einer Doppelturmfassade, einem Rundchor sowie einem Querhaus mit einem Vierungsdachreiter. 1899 erfolgte die Grundsteinlegung. Als Queiser 1908 starb geriet der Bau jedoch ins Stocken und während des Ersten Weltkriegs begann das Gebäude zu verfallen.
Da die Diözese St. Pölten die Kosten für die Renovierung bzw. für den Weiterbaus nicht aufbringen konnte oder wollte, übergab sie die Kirche 1918 dem Orden der Salesianer. Allerdings konnten auch sie nicht die benötigten finanziellen Mittel auftreiben und sie versuchten vergeblich, die Kirche wieder der Diözese zurückzugeben. "Niemand wollte die unfertige Kirche haben" - steht in der Pfarrchronik. Erst 1925 wurde von einem tatkräftigen Pfarrer die Fertigstellung der Kirche betrieben, und 1931 konnte endlich die Weihe erfolgen.
Bei einem Bombenangriff im März 1945 wurde die Kirche schwer beschädigt. 1951 begann der Architekt Josef Friedl - ebenfalls ein Spezialist im Kirchenbau, mit der Wiederherstellung des Gebäudes, wobei er einige Änderungen vornahm - vor allem wurden die Tüme weniger hoch errichtet , aber im Großen und Ganzen den Originalzustand bewahrte. 1953 wurde die Kirche geweiht, obwohl die Innenausstattung noch weitgehend fehlte. Nur wenige Stücke konnten aus der zerbombten Kirche gerettet werden und es dauerte noch rund 10 Jahre, bis die Einrichtung vollendet war.
Das Sgraffito im Giebelfeld der Hauptfassade wurde 1955 von Sepp Zöchling geschaffen.