Selten findet man die Bauaufgabe „Friedhofskapelle und Aufbahrungshalle“ so tiefgründig symbolisch interpretiert. Der bildende Künstler Helmut Zens und der „Baukünstler“ Helmut Sautner haben sich bei der Ausführung kongenial ergänzt.
In seinen Frühwerken bevorzugte Wilhelm Frass expressiv bewegte Figurendarstellungen. Die spätere Entfernung der Pfeile bei der Figur des Hl. Sebastian macht die Darstellung rätselhaft.
Waidhofen a.d. Thaya erhielt erst Anfang des 21. Jahrhunderts eine evangelische Kirche. Der Architekt Efthymios Warlamis zeigt mit der "Kirche der frohen Botschaft" eine individuelle Interpretation der Stilrichtung „Organische Architektur“.
Pfarrkirche Hl. Maria von der immerwährenden Hilfe
Der bekannte Kirchenbauarchitekt Josef Friedl hat mit Hilfe neuer Techniken und neuer Materialien moderne, zeitgemäße Ergebnisse erzielt und trotzdem traditionelle Formulierungen eingebracht.
Der 1959-61 errichtete modernistische Kirchenbau von Franz Barnath erhielt durch die Farbwirkung der Buntglasfenster von Robert Herfert eine mystische Raumatmosphäre.
Im Zuge Gegenreformation wurden in St. Pölten alle Protestanten zur Konversion oder Auswanderung gezwungen. Erst Ende des 18. Jhds. entstand wieder eine evangelische Gemeinde. Die evangelische Kirche in St. Pölten zählt zu den ersten, die in Niederösterreich errichtet wurden.
Die Nepomuk-Kirche ist eine der ersten Kirchen, die in der Epoche des Historismus errichtet wurde. Carl Rösner entwarf eine Hallenkirche und dekorierte sie mit Elementen der Romanik und der Renaissance.
Die Keplerkirche war die erste Pfarrkirche, die im 1874 gegründeten Bezirk Favoriten errichtet wurde. Trotz der Verpflichtung zu größtmöglicher Sparsamkeit schuf der Architekt Hermann Bergmann einen imposanten, monumentalen Kirchenbau.
Die Architekten Johann Hoffmann und Erwin Plevan sahen in dem großen Platz in der Mitte des ehemaligen kleinen Angerdorfes einen „Dorfhof“, dem sie den Kirchenbau als Aneinanderreihung von drei „Höfen“ einschrieben.