Der moderne Kirchenbau in Ternitz zeigt auch noch traditionelle Elemente. Bemerkenswert sind die Belichtung des Innenraums durch schräg gestellte Fensterbänder und die bühnenartige Chorgestaltung.
Ursprünglich als Synagoge erbaut, blieb das Gebäude durch den Umbau zur Evangelischen Kirche von den Zerstörungen in der Reichskristallnacht verschont.
Trotz der damals rückläufigen Bevölkerungszahl wurde eine groß dimensionierte Betonkirche mit einem hohen, weithin sichtbaren Turm erbaut. Das trug ihr die Bezeichnung „Marchlanddom“ ein.
Die bestehende Kirche wurde zu klein. Die Architekten Richard Zeitlhuber und Wolfgang Zehetner bewirkten mit einem modernen Zubau eine spannende Verbindung von Alt und Neu.
Nur der schlanke Glockenturm lässt in diesem ungewöhnlichen Gebäude eine Kirche erahnen. Sie wurde von Architekt Wolfgang Pfoser errichtet, der auch die bemerkenswerte Innenausstattung konzipierte.