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Aktuelle Seite: Rossatz Kriegerdenkmal
NÖD-20
Bez. Krems

Bildhauer

Emilian Slabe

1921

Der enorme Verlust an Menschenleben im Ersten Weltkrieg hatte nahezu jede Familie und Dorfgemeinschaft unmittelbar betroffen und es entstanden insbesondere in den frühen 1920er Jahren zahlreiche Kriegerdenkmäler zum Gedenken an die Gefallenen.

Je nach finanziellen Möglichkeiten wurde deren Ausführung Bildhauern oder/und Architekten übertragen, wurden kostengünstige Kunststeinabgüsse erworben oder nur einfache Tafeln mit den Namen der Gefallenen zu einem Denkmal arrangiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden entsprechende Namenstafeln hinzugefügt.

Der große Bedarf an entsprechenden Produkten veranlasste zahlreiche Bildhauer, in ihren Werkstätten kostengünstigen Kunststeinabgüsse herzustellen. Eine der bekanntesten Bildhauerwerkstätten war die in St. Pölten tätige Fa. Slabe, die eine Stele mit einer Soldatenfigur anbot und gleichzeitig auch einen Entwurf für deren Aufstellung auf einem mehrfach gestuften Sockel bereitstellte. (mehr hier)

Im Jahr 1921 kauften die nur wenige Einwohner zählenden Orte Rossatz und Rührsdorf von der St. Pöltner Firma Slabe einen Abguss der Soldatenstele und errichteten neben dem Chor der Rossatzer Ortskirche Hl. Jakobus ein Kriegerdenkmal entsprechend dem Sockel-Modell Slabes.

Auf der Stele wurde neben der Soldatenfigur die Widmung UNSEREN GEFALLENEN HELDEN 1914-1918 eingraviert. Auf einer Marmortafel am Sockel sind die Gefallenen und Vermissten der zwei Orte namentlich angeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine weitere Namenstafel hinzugefügt.

21. Jhd.